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SDEA als Vorbild für EU-weites Reporting von Rechenzentren benannt

  • vor 1 Tag
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Ein für das deutsche Bundesumweltministerium erstelltes Gutachten empfiehlt, das Zertifizierungssystem der SDEA als Vorlage für die Berichterstattung über die Nachhaltigkeit von Rechenzentren in der gesamten EU heranzuziehen.


Towards a Sustainable and Competitive AI Economy

Der Bericht „Towards a Sustainable and Competitive KI Economy“ wurde im April 2026 von einer unabhängigen Gruppe aus fünf Wissenschaftlern veröffentlicht, die das Ministerium beraten. Er enthält Empfehlungen dazu, wie das Wachstum im Bereich der KI mit Umweltzielen in Einklang gebracht werden kann, und widmet eine seiner vier Säulen der Infrastruktur, die diesem Wachstum zugrunde liegt: den Rechenzentren.


Dieser Abschnitt kritisiert die derzeitige Berichterstattung zur Nachhaltigkeit, die grösstenteils auf Planungsschätzungen und selbst angegebenen Zahlen basiert. Er fordert strengere Massnahmen – öffentliche Offenlegung, unabhängige Prüfungen der Scope-2- und Scope-3-Emissionen sowie Kennzahlen, die über einen vollständigen zwölfmonatigen Betriebszeitraum validiert wurden. Als praktisches Beispiel dafür, wie dies in der Praxis aussehen könnte, verweist der Bericht auf SDEA:


"Neue Rahmenwerke für unabhängig validierte Kennzahlen für Rechenzentren, wie sie beispielsweise von der Swiss Datacenter Efficiency Association (SDEA) entwickelt wurden, bieten konkrete Modelle dafür, wie eine strenge, unabhängig überprüfte Berichterstattung in der Praxis aussehen kann."

Der Bericht empfiehlt anschliessend, dass Deutschland das Rahmenwerk als Vorlage für umfassendere Berichtspflichten auf EU-Ebene positioniert, wobei die SDEA neben internationalen Normungsgremien einschliesslich NIST, ITU und IEEE genannt wird.


„Towards a Sustainable and Competitive AI Economy – Recommendations to the German Federal Environment Ministry“ ist ein unabhängiger Beratungsbericht, der im April 2026 veröffentlicht wurde. Verfasst wurde er von Udit Gupta (Cornell Tech), Philipp Hacker (Europa-Universität Viadrina), Lynn H. Kaack (Hertie School), Emma Strubell (Carnegie Mellon) und Aimee van Wynsberghe (Universität Bonn). Der vollständige Bericht ist auf der Website des Ministeriums verfügbar.


Der Wortlaut entspricht weitgehend der Art und Weise, wie die SDEA ihre Arbeit von Anfang an definiert hat: operative Daten, die über einen Zeitraum von zwölf Monaten erhoben und durch eine unabhängige Prüfung durch Dritte verifiziert wurden, anstatt auf Planprognosen oder selbst gemeldeten Zahlen zu basieren. Dass dieser Ansatz als Bezugspunkt für die EU-Politik empfohlen wird, deutet darauf hin, dass die Forderung nach einer fundierten und verifizierten Berichterstattung dort an Bedeutung gewinnt, wo es darauf ankommt.

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